galerie futura – Ausstellungseröffnung
Samstag, 13. März um 17.00 Uhr

MARIANNE PITZEN
netzip ennairam besucht eine ferne kulturelle Metropole

- Rauminstallation in Blau -

Ein raumgreifender Zukunftsentwurf
der Künstlerin und Direktorin vom FRAUENMUSEUM Bonn
13.03. - 04.06.2010

Begrüßung:
Uta Koch-Götze, M.A., galerie futura

Einführung:
Gisela Weimann, Künstlerin, Kuratorin
Eine blaue Blume für Marianne

Öffnungszeiten:
Dienstag - Donnerstag: 15.00 - 18.00 Uhr
Freitag: 16.00 - 19.00 Uhr

SONDERVERANSTALTUNG
- Konzert -
Marianne Enzensberger – Gerd Pasemann
Mittwoch 14. April um 19.30 Uhr

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„Mächtige und weise Frauen aus Vergangenheit und Gegenwart sind in der galerie futura zu Gast.
Lebensgroß und leicht sind die Papierskulpturen, die hier in verschiedenen Gruppen sitzen oder stehen und den Raum bevölkern. Sie sind ohne versteckten harten Kern, ohne Gerüst wie eine Zwiebel Schicht um Schicht aus Papier gewachsen.
Inneres und Äußeres sind aus dem gleichen Material, das verarbeitete Zeitungspapier ist auch ein Speicher des Wissens.
Unter dem Titel Stadt der Frauen schrieb Christine de Pizan 1405 die erste weibliche Utopie. Sie entwarf das Bild einer humanen vernünftigen – also von Frauen geprägten – Welt und bediente sich dabei eines damals gängigen Musters der
idealen Traumstadt.
Jeder Stein ist einer Tugend gewidmet und Christine de Pizan wird von Frau Vernunft, die wie ihre Königin gekleidet ist, unterstützt. So entsteht die Stadt auf einem wunderbaren Fundament mit festem Mauerwerk, das von keiner Unmoral und Bösartigkeit zerstört werden kann. Eines Tages ziehen die Frauen aus aller Welt und aus jeder Epoche der Geschichte in diese Stadt ein."

In dieser Ausstellung spannt sich der Bogen zwischen dem Utopieentwurf von Christin de Pizan im Mittelalter und der Lebensperformance von Marianne Pitzen, die mit kühner Geste, ironischem Unterton und respektlos grenzüberschreitend weit in die Zukunft weist.