Die Arbeiten von Karoline Dumpe setzen den
rauen Themen- und Material-Ton ihrer mixed media Wandskulpturen
dagegen. Ihr Werkstoff ist die Zeitung, die Überflutung
von globalen Informationen in ihrem permanenten Wechsel
von Schrecken und Katastrophen, der in seiner Polarität
die Grenzen von verarbeitender Wahrnehmung längst überschritten
hat.
Ihre Materialbilder zeigen Risse, Brüche
und Verwundungen, sie legen bloß, indem sie die Form
öffnen, zerstören und vorläufig umwickeln.
Sie zeigen Lebensspuren, Blutspuren, Verletzungen.
Indem die Künstlerin fragile Draht- und Materialverbindungen
einsetzt, die das Chaos der Teile wieder zusammenbindet,
entsteht trotzdem jene fragmentarische Balance, die Hoffnung
entwirft.
Uta Koch-Götze - galerie futura