Feministische Räume in Kunst und Politik. Ein generationsübergreifendes Gespräch

Donnerstag, den 25.8.2016, 19:00

im Projektraum Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Podiumsgespräch mit:

Sharon Adler, Gründerin und Herausgeberin von AVIVA-Berlin – Online Magazin für Frauen, Fotografin, Vorstandsvorsitzende der Stiftung ZURÜCKGEBEN – Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft

Madeleine Bernstorff, Filmkuratorin, Filmemacherin, Autorin, Dozentin

Teena Lange, Kuratorin für Performance Kunst, Künstlerische Leiterin Grüntaler9, Mitglied im Rat für die Künste

Sandrine Micossé-Aikins, Kuratorin, Kunstwissenschaftlerin, Aktivistin, Kuratorin, Kunstwissenschaftlerin, Aktivistin, Geschäftsleitung Kubinaut – Berliner Projektfonds kulturelle Bildung

Moderatorin: Dr. Marie-Anne Kohl (Universität Bayreuth, Co-Leiterin alpha nova & galerie futura 2012-2015)

Hommage an Gulabi Gang, Anna S. von Holleben, Welcome to Futuristan, 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In dem intergenerativen Gespräch soll der Frage nachgegangen werden, wie feministische Fragestellungen und Positionierungen für künstlerisches Arbeiten an Gesellschafts-, Lebens- oder Subjektentwürfen produktiv gemacht werden konnten, es zukünftig können und welche (Re)präsentationsräume dafür geschaffen werden müssen. Feministisches Kunstproduzieren steht seit jeher in enger Verknüpfung mit politischer Positionierung. Die vornehmlichen Auseinandersetzungen mit Körper, Sexualität, Identität und weiblicher Erfahrung der 1970er Jahre haben sich diversifiziert und neue Inhalte sind dazugekommen. Gegenwärtig stehen oft Fragen nach dem Zusammenwirken verschiedener Identitätsmerkmale und nach Repräsentationspraxen zur Debatte, aber auch nach Erfahrungen von Ungleichheit, Ausschlüssen und die Reflexion von machtvollen Strukturen, deren Teil jede_r einzelne ist. Im Panel möchten wir verschiedene Perspektiven diskutieren, die heutige und zukünftige  Selbstverständnisse und Motivationen feministischer Kunstproduktionen hinsichtlich ihrer Inhalte, Sichtbarkeiten und Bedingungen thematisieren. Gibt es angesichts tiefgreifender globaler Krisen vermehrt das Bedürfnis, sich zum Weltgeschehen zu positionieren? Was könnte feministische Verortung in dieser Hinsicht ausmachen und wo finden Feminismen ihre identitätsstiftenden Fragen über die Themenkreise der Geschlechteridentitäten und Geschlechtergerechtigkeit hinaus? Welche unterschiedlichen Möglichkeiten für feministische Fragestellungen in der Kunst bietet die Kooperation mit institutionellen, mit kommerziellen Orten oder Räumen der freien Szene, welche virtuelle Plattformen mit einschließen? Die Frage nach (Re)präsentationsformen und -orten bedarf auch einer kritischen Auseinandersetzung damit, wer die Akteur_innen der jeweiligen Räume sind und welche unterschiedlichen Privilegien und Ressourcen sie haben.

In Kooperation mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

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Das Podiumsgespräch ist Teil des Rahmenprogramms von WELCOME TO FUTURISTAN. 30 Jahre galerie futura