Being is one thing… – Protest und Widerstand

Sandrine Micossé-Aikins

Der Vortrag verhandelt das Verhältnis von Protest, Widerstand und Aneignung von politischen Diskursen in Kunst und Kultur. Vor allem durch Rassismus, Sexismus, Gendernormativität etc. marginalisierte Künstler_innen sehen sich beständig mit der Herausforderung konfrontiert, widerständige und ermächtigende Inhalte kommunizieren zu können, ohne deshalb weitere Sanktionen des kulturellen Mainstreams zu erfahren, und damit samt ihrer Arbeit unsichtbar zu werden. Welche Strategien des nachhaltigen, solidarischen, dekolonialen und kapitalismuskritischen künstlerischen Schaffens sind innerhalb eines Kunstbetriebs vertretbar, der einer kapitalistischen Verwertungslogik folgt und sowohl über Geld, als auch Einstellungspraxen ohnehin persistierende soziale Ausschlüsse perpetuiert? Wo verlaufen die Grenzen zwischen künstlerischer Arbeit und Aktivismus und an welcher Stelle ist aktivistische künstlerische Arbeit sinnvoll? Diese und andere Fragen möchten der Vortrag und die anschließende Diskussion mit dem Publikum erörtern.