Teilnehmer*innen „Prekäre Kunst: Protest & Widerstand“

Teilnehmer*innen

3 women (Musik)

Jeannine Mayani, Bona Ngoumou, Gonza Ngoumou
http://www.3womenandthebass.com/

Bahati (Spoken Word)

Bahati ist eine in Berlin lebende Afrodeutsche Sängerin, MC und Poetess, in deren Musik sich Elemente des Hip Hop, Spoken Word und Soul zu Digital Poetry vereinen. Poetische Texte treffen dabei auf elektronische Beats von verschiedenen Produzenten, wie z.B. Kenji451.Egal ob Gesang, Sprechen oder Sprechgesang; ihre Stimme ist stets das tragende Element der Stücke. Auf der Bühne ist Bahati eine Frau der Worte, die aus ihrer Schwarzen, fraulichen Perspektive zu einer Reise in innere und äußere Welten einlädt.
Weitere Informationen auf: www.facebook.com/pages/Bahati/134268736457?sk=info

Melody LaVerne Bettencourt (Ausstellung)

Melody LaVerne Bettencourt und ihre Kunst werden in vielen deutschen Städten zelebriert, und in den letzten Jahren insbesondere in Berlin, ihrer Heimatstadt. Bettencourt beschreibt ihr Vorhaben für die Ausstellung wie folgt: „Nachdem ich in den letzten 3 Monaten kleinformatige Monotypie-Serien erstellt habe (32x24cm), möchte ich nun eine Serie im Format 70×50 cm machen. Ich benutze die Drucktechnik der Monotypie, um spielerisch meine eigenen und vorhandene Symbole immer wieder neu auf dem Papier anzuordnen. Die Farben sind teils satt und kontrastierend, dann wieder transparent und lasierend. Meine Geschichte wird immer wieder neu erfunden. Ich nehme Bezug auf Schwarze Widerstandskultur, die sich auch immer wieder neue Wege des Ausdrucks suchen musste.“ www.melodylavernebettencourt.com

Chantel C (Spoken Word)

Chantel C ist eine Spoken Word und Performance Künstlerin. Seit der Schule schreibt und rezitiert sie ihre eigenen Gedichte. Ursprünglich aus den USA thematisiert sie, als schwarze US-Amerikanerin, das „Anderssein“ in amerikanischen und deutschen Kontexten. Zusammen mit Lisa Yarger, Inhaberin der englischsprachigen Buchhandlung The Munich Readery in München, organisiert sie die jährlich stattfindende Veranstaltung „Poets for Change“, die Teil einer weltweiten Bewegung ist. Als sie noch in München lebte, organisierte und moderierte sie einen englischsprachigen Poetry Slam, der monatlich über eineinhalb Jahre stattfand. Aktuell ist sie aktiv in der Londoner und Berliner Poetry Szene.

Christa Joo Hyun D`Angelo (Film/Symposium)

Christa Joo Hyun D`Angelo ist eine US-amerikanische Künstlerin, die in Berlin lebt. Ihre künstlerische Arbeit und Forschung konzentriert sich auf Repräsentationspolitik hinsichtlich ethnischer und Geschlechter-Paradigmen, die in den Medien herrschen. Darüber hinaus untersucht sie, inwiefern diese Repräsentationen eine Basis für ein gesellschaftliches und kollektives Bild schaffen, die den Umgang mit Menschen bestimmt, die sich außerhalb der traditionellen Stereotype bewegen. Aus einer queer-feministischen Perspektive heraus versucht D’Angelo konventionelle Identifikationsmerkmale zu rekonstruieren und gleichzeitig restriktive Identifikationskategorien abzulehnen, um eine pluralistische Art und Weise zur Erfahrung von race, gender und sexuellen Beziehungen möglich zu machen. Im Sommer 2014 hat sie ein Atelier-Stipendium von District – Kunst- und Kulturförderung erhalten. Ihre Arbeit wurde in vielen renommierten Publikationen wie Art in America, The New York Times, Volta NY sowie durch die September Gallery Berlin ausgezeichnet. www.christajdangelo.com/DAngelo_HOME.html

Dr. Daniele Daude (Vortrag/Symposium)

Daniele Daude promovierte am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin und am Institut für Musikwissenschaft der Université Paris 8. Sie lehrt seit 2008 an deutschen und französischen Hochschulen (Humboldt Universität zu Berlin, Universität der Künste, Campus Caribéen des Arts) und publizierte 2014 „Oper als Aufführung. Neue Perspektive auf Opernanalyse“ beim transcript Verlag. Daude forscht zu den Themen Inszenierungs- und Aufführungsanalyse, zur Theorie des Performativen und neo Kolonialität in den darstellenden Künsten. Neben Abhandlungen und zahlreichen Inszenierungs- und Aufführungsanalysen verfasste sie Rezensionen, Übersetzungen und Essays. Seit 2013 leitet sie die Section Theater der Abteilung Darstellenden Künste an der Karibischen Kunsthochschule Campus Caribéen des Arts. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt setzt sie sich mit dem analytischen Verfahren von Performanz in den Künsten im Karibischen Kontext auseinander.
www.danielegdaude.com

Karina Griffith (Ausstellung)

Karina Griffiths Installationen und Filme hinterfragen Vorstellungen von Identität und Zugehörigkeit. Wenn sie mit ihren Arbeiten die Themen Angst und Phantasie in Zusammenhang mit Identität untersucht, erforscht sie damit Perspektiven der Migration. Griffith stellt unterschiedliche Narrative nebeneinander. Damit schafft sie Kontraste, die die Universalität von Entfremdung aufzeigen.
Ihre Filme waren bei den Festivals von Trinidad and Tobago, Lausanne und vielen anderen zu sehen. Das Nationalarchiv von Kanada in Ottawa, das Marshall McLuhan Media Center in Berlin und weitere Galerien und Museen in Nordamerika und Europa zeigten ihre Arbeiten. Die Galerie Myrtis in Baltimore/USA zählte sie 2014 zu den International Artists to Watch.  www.karinagriffith.com

Julia Lemmle (Vortrag/Symposium)

Julia Lemmle ist Trainerin, Coach, Performerin und Aktivistin. Studierte Literatur und Geschichte, Schwerpunkt Gender und Postcolonial Studies. Gibt Rhetorik-Empowerment-Trainings für Frauen*, ist Aktivistin bei „Bühnenwatch“ und macht Workshops zu kritischem Weißsein. Sie ist Teil des Performance-Projekts „Fräulein Bernd”.

Sandrine Micossé-Aikins (Vortrag/Symposium)

Sandrine Micossé-Aikins ist Kuratorin, Kunstwissenschaftlerin und Aktivistin und beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von (alltags-)künstlerischer Produktion, rassistischen Machtstrukturen und Empowerment. 2012 gab sie gemeinsam mit Sharon Dodua Otoo die Anthologie „The Little Book of Big Vision: How to Be an Artist and Revolutionize The World” heraus. Derzeit schreibt sie ihre Doktorarbeit zu hairpolitcs in Ghana an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel.

Njideka (Spoken Word)

Poetin, Künstlerin, Erzählerin und Aktivistin
Mit Poetry und Spoken Word stellt Njideka ihre mehrsprachigen Gedichte in einer Verflechtung aus Rhythmik und Reim dar und bewegt sich darüber hinaus in den Bereichen Rap und Gesang.
Wichtig ist für die Künstlerin der Aspekt des „Storytelling“ und die damit verbundene Zugänglichkeit von Wissen. Für sie bedeutet dies das Teilen von Geschichte/n in mehreren Sprachen, in einem Biegen und Wenden von Sprache, in einem Austausch und Dialog oder Monolog und in einer Vermittlung, die oftmals das geschriebene Wort als Ausgangspunkt hat, aber nach anderen Wegen des Mitteilens sucht.
Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Jugendarbeit und Bildung mit Fokus auf Sprache, Machtverhältnisse, Dekolonisierung und Empowerment. Ihre politische Arbeit ist Teil von PAMOJA – Die Bewegung der jungen afrikanischen Diaspora in Österreich, sowie in der Zusammenarbeit mit anderen lokalen und globalen Schwarzen und migrantischen Selbstorganisationen.

Dr. Onur Suzan Nobrega (Vortrag/Symposium)

Dr. Onur Suzan Nobrega lebt und arbeitet in London und Berlin. Sie promovierte in Medien- und Kulturwissenschaftlerin am Goldsmiths College, University of London. Seit 2008 ist sie in der Lehre und Forschung tätig und arbeitete interdisziplinär in den Medien-, Film-, und Kulturwissenschaften u.a. am Goldsmiths College, University of London (Großbritannien), University of the Arts London (Großbritannien) und der Izmir University of Economics (Türkei). Der Titel ihrer Dissertation lautet »Postmigrant Theatre and Cultural Diversity in the Arts: Race, Precarity and Artistic Labour in Berlin« und wird sowohl auf Englisch wie auch auf Deutsch veröffentlicht werden. Dr. Nobrega ist ehemalige Promotionsstipendiatin der ZEIT-Stiftung Hamburg. Ihre Forschungsschwerpunkte, zu denen sie zahlreiche internationale Vorträge gehalten und Publikationen veröffentlich hat, sind: Kulturpolitik, postmigrantisches Theater und kulturelle Vielfalt in den Künsten sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen von KünstlerInnen of Colour in Deutschland. Eines ihrer zukünftigen Forschungsprojekte widmet sich der türkischen neokolonialen Politik und Bildung und dem kolonialen Erbe des Osmanischen Reiches in den visuellen Kulturen ausgewählter Länder des afrikanischen Kontinents und in der heutigen Türkei.

Rena Onat (Moderation/Symposium)

Rena Onat (M.A.) hat in Bremen außerschulisch Kunstpädagogik und Gender Studies studiert und in Oldenburg Kunst- und Medienwissenschaften. Ihre Masterarbeit zum Thema „Looking Back. Widerständige Blickpolitiken in Praxen queerer Künstler_innen of Color“ ist von der Universität Oldenburg
ausgezeichnet worden. Seit 2013 ist sie Doktorandin im Helene-Lange-Kolleg „Queer Studies und Intermedialität: Kunst– Musik – Medienkultur“ an der Universität Oldenburg und promoviert zum Thema „Strategien des Widerstands, des Empowerments und des Überlebens in den Werken queerer Künstler_innen of Color im deutschen Kontext“. Forschungsinteressen: Visual Culture Studies und Queer of Color Critique. Sie arbeitet freiberuflich als Kunstpädagogin u.a. für die kestnergesellschaft Hannover e.V..
Moderatorin des 1. Panels „Wann Protest, wann Widerstand?“

Iris Rajanayagam (Vortrag/Symposium)

M.A. in neue und neueste Geschichte (Köln, Dar es Salam und Berlin). Beschäftigt sich u.a. mit postkolonialen Kontinuitäten in der deutschen bzw. europäischen Migrations- Flüchtlings- und Asylpolitik und erforscht Dynamiken und Konjunkturen von Unterdrückungs- und Herrschaftsmechanismen im Zeitalter der „Globalisierung“ sowie Möglichkeiten transnationale Bündnisse um diesen Strukturen zu begegnen. Als Tochter eines tamilischen Vaters und einer deutschen Mutter spielen für sie überdies Fragen von Positionierungen, Identitäts -(de)konstruktionen, Ausgrenzung und Zugehörigkeit in Theorie und Praxis eine zentrale  Rolle. In ihrer Arbeit legt sie einen Fokus auf den intersektionalen Charakter feministischer Theorien und betont Verzahnung unterschiedlicher Diskriminierungsformen. Iris Rajanayagam ist Kuratorin der Reihe „Kunst als Ort der Selbstermächtigung und des Widerstand. Perspektiven Schwarzer Frauen*, Frauen* of Color und Frauen* mir Migrationsgeschichte“ sowie Co-Organisatorin der Reihe „Widerstandbewegungen von Geflüchteten Frauen* in Berlin und Deutschland. Information, Austausch, Vernetzung und Empowerment.“ Sie ist Lehrbeauftragte an der Alice-Salomon-Hochschule Berlin im Modul „Rassismus und Migration“ und teil des Redaktionsteams von Leben nach Migration, dem regelmäßig erscheinenden Newsletter des Migrationsrates Berlin-Brandenburg (MRBB). Seit 2005 ist sie aktiv in The Caravan for the Rights of Refugees and Migrants und The Voice Refugee Forum und lebt mit ihrem Lebenspartner und Sohn in Berlin.

Lerato Shadi (Ausstellung)

Lerato Shadi lebt und arbeitet in Berlin. Sie schloß ihr Studium der Bildenden Kunst an der Universität Johannesburg mit einem BFA ab. 2009 wurde sie in das vom New Museum, New York, veröffentlichte „Younger Than Jesus: Artist Directory” aufgenommen. 2010 erhielt sie von Pro Helvetia eine residency in Bern. Im gleichen Jahr zeigte sie ihre Soloausstellung „Mosako Wa Seipone“ in dem Kunstraum GoetheonMain in Johannesburg. Von 2010 bis 2012 war sie Mitglied der Kunstateliers der Bag Factory in Johannesburg. 2012 wurde ihre Arbeit auf der Dak’art Biennale in Dakar, Senegal, gezeigt, sowie auf der III Moscow International Biennale. Sie ist Stipendiatin der Sommerakademie 2013 (Zentrum Paul Klee). Ebenfalls 2013 absolvierte sie ein residency-Programm am Kunstzentrum Hospitalfield durch Einladung von INIVA (unterstützt durch ROSL). 2014 erhielt sie den mart stam studio grant. Aktuell schließt sie ihren MFA an der Kunsthochschule Berlin Weissensee ab. In ihren Arbeiten untersucht Lerato Shadi Annahmen über den Schwarzen weiblichen Körper und wie Performance, Video und Installation einen Raum herstellen und den Körper sowohl sichtbar als auch unsichtbar machen. Durch Konzentration auf Zeit, repetitiven Aktionen und Stille fragt sie: „Wie entwirft man sich selbst?“. www.lerato-shadi.net

Danielle-Marie Shillingford (Film)

Danielle-Marie Shillingford born London 1983 is an actress and former model living and working in Berlin. Shillingford has specialised in art and theater productions including Sarah Cole’s Artangel commision ‚Smother‘, ‚Middle March Trailer‘ by Joseph Walsh, Jenny Evans, et al at Auto Italia and various films by Claire Hooper including ‚NYX‘, ‚The Blessing‘, ‚Legacy And Estate‘ and more recently ‚Eris‘, where Danielle plays the role of herself and the role of her alter ego the goddess of strife: Eris.

Kuratorinnenteam

Dr. Stacie CC Graham

Management Beraterin, Life Coach und Autorin in London. Studium der Volkswirtschaftslehre an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Promotion im Bereich der Motivationspsychologie zum Thema „Of Motives and Management: A Measured Monograph“ an der Universität Osnabrück. Tätigkeitsfelder umfassen sowohl wissenschaftliche, sozio-politische, als auch künstlerische Arbeit mit besonderen Schwerpunkten in Anti-Rassismus, Anti-Homophobie, Performance und Empowerment.

Katharina Koch

Projektleiterin der alpha nova-kulturwerkstatt & galerie futura in Berlin zusammen mit Anne Kohl. Studium der Europäischen Ethnologie und Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin. Promotion (laufend) zum Thema „Herstellung und Verhandlung von Raum und Öffentlichkeiten durch Kunstprojekte in Rumänien“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Tätigkeitsfelder umfassen sowohl kuratorische als auch wissenschaftliche Arbeitsansätze. Ferner hat sie als Filmemacherin diverse Dokumentarfilme realisiert. Ihre Themenschwerpunkte sind Feminismen, Kunst im Öffentlichen Raum, partizipative Kunst und Film.

Anne Kohl

Projektleiterin der alpha nova-kulturwerkstatt & galerie futura in Berlin zusammen mit Katharina Koch. Studium der Musikwissenschaft und Gender Studies an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Freien Universität Berlin. Promotion zum Thema „Die frühe vokale Performancekunst als feministische Praxis – Meredith Monk und das künstlerische Kräftefeld Downtown New York von 1964 bis 1979“ an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Tätigkeitsfelder reichen von wissenschaftlicher über kuratorische zu künstlerischer Arbeit mit einem besonderen Interesse in den Themenfeldern Feminismen, Vokalmusik, partizipative und Performance Kunst, zeitgenössische Musik, Dekolonisation.